Das neue "Haus für morgen".
Ein Zuhause für jüngere Schlaganfallbetroffene
Wir bauen ein neues Zuhause für jüngere Menschen nach einem Schlaganfall – gemeinsam mit dem engagierten Team von „Haus für morgen e.V.“. Unser Ziel: eine Wohnform, die professionelle Pflege und Therapie mit Gemeinschaft, Teilhabe und der Perspektive auf ein möglichst selbstbestimmtes Leben verbindet.
Alle zwei Minuten verändert ein Schlaganfall ein Leben. Jährlich sind in Deutschland rund 270.000 Menschen betroffen, darunter etwa 30.000 unter 55 Jahren. Gerade für jüngere Pflegebedürftige fehlen geeignete Wohn- und Betreuungsangebote. Wer nicht zu Hause versorgt werden kann, findet sich deshalb häufig in einer klassischen stationären Pflegeeinrichtung wieder – oft gemeinsam mit wesentlich älteren oder demenziell erkrankten Menschen.
Unser Partner: Haus für morgen e.V.
Aus eigener Erfahrung weiß Vereinsgründerin Barbara Wentzel, was das bedeutet: Nachdem ihr Mann mit 56 Jahren einen Schlaganfall erlitten hatte, fand die Familie keine Wohn- und Betreuungsform, die seinen Bedürfnissen gerecht wurde. Daraus entstand die Idee für „Haus für morgen e.V.“, den Wentzel 2017 gründete.
2020 eröffnete der Verein in Hamburg-St. Georg die erste Wohn-Pflege-Gemeinschaft speziell für jüngere Schlaganfallbetroffene. Neun Menschen leben dort in familiärer Atmosphäre mit eigenem Zimmer und Bad. Ambulante Pflege und professionelle Betreuung werden mit klassischen und innovativen Therapieangeboten, einem aktiven Alltag und dem Austausch unter Menschen mit ähnlichen Erfahrungen verbunden.
Im Mittelpunkt steht ein ebenso einfacher wie anspruchsvoller Gedanke: fördern und fordern, Selbstständigkeit stärken und Teilhabe ermöglichen. Das Konzept zeigt Wirkung – mehreren Bewohnerinnen und Bewohnern ist bereits der Weg in ein selbstständigeres Leben gelungen.

Das zweite „Haus für morgen“ in Groß Borstel
Seit 2018 stehen unsere Stiftung und „Haus für morgen e.V.“ im Austausch. Unabhängig voneinander engagieren sich beide Organisationen seit vielen Jahren dafür, Menschen mit besonderen Bedürfnissen mehr gesellschaftliche Teilhabe und Selbstbestimmung zu ermöglichen. Als wir einen Neubau auf unserem Stiftungsgelände planten und der Verein gleichzeitig einen Standort für eine zweite Wohn-Pflege-Gemeinschaft suchte, fanden gemeinsame Visionen und konkrete Pläne zusammen.
Im Sommer 2025 erfolgte der Spatenstich. Bis Anfang 2027 entsteht am Weg beim Jäger 147 in Hamburg-Groß Borstel das zweite „Haus für morgen“ – ein neues Zuhause für zehn Menschen mit erworbenen neurologischen Einschränkungen. Auch hier werden Pflege, Therapie, Alltag und gesellschaftliche Teilhabe eng miteinander verzahnt; Angehörige und Freunde werden aktiv einbezogen.
Eine Partnerschaft mit Perspektive
Aus dem gemeinsamen Bauprojekt ist inzwischen eine langfristige Kooperation gewachsen. Dabei ergänzen sich unsere Kompetenzen ideal: Unsere Stiftung entwickelt die Immobilie und schafft damit die bauliche und wirtschaftliche Grundlage. „Haus für morgen e.V.“ entwickelt und gestaltet das Leben darin – mit Pflegekoordination, Bewohner- und Angehörigenbegleitung sowie vielfältigen Angeboten für Therapie, Alltag und Teilhabe.
Gemeinsam wollen wir dieses Wohn- und Betreuungskonzept weiterentwickeln und künftig noch mehr Menschen zugänglich machen.
Ein dritter Standort in Norderstedt ist bereits in Planung.

Ein Neubau, der konsequent den Bedürfnissen
seiner künftigen Bewohner gerecht wird:
- 10 barrierefreie Wohneinheiten mit eigenem Sanitärbereich, individuell gestaltbar; sechs davon mit Balkon oder Terrasse
- Großzügiger Wohn- und Essbereich mit rund 60 m² als gemeinsamer Mittelpunkt des Hauses
- offene Gemeinschaftsküche mit unterfahrbaren und höhenangepassten Arbeits- und Bedienelementen
- Rollstuhlgerechte, barrierefreie Bäder mit rutschfesten Böden, Schiebetüren, Haltegriffen und integriertem Notrufsystem
- Zwei eigene Therapieräume für Physiotherapie, Gymnastik und weitere therapeutische Angebote
- Gäste- und Hobbybereich für Angehörige, Freunde und ehrenamtlich Engagierte als Teil des gemeinschaftlichen Lebens
- Durchgängig barrierefreie Mobilität durch Aufzug, Nullschwellen, breite Türen sowie Handläufe und Haltegriffe
- Auf die Bedürfnisse von Rollstuhlfahrenden abgestimmte Details, darunter niedrige bzw. bodentiefe Fenster und ein Rollstuhllager mit Lademöglichkeit
- Gute Orientierung im Haus durch eine klare farbliche Kennzeichnung der einzelnen Etagen
- Viel Raum im Grünen: Gemeinschaftsterrasse, großzügiger Garten und unterfahrbare Hochbeete für gemeinsame Aktivitäten im Freien



